Sonntag, 13. Januar 2008

10.01.2007 - Mittwoch, 27. Tag Rückflug über Dubai nach München

Am Morgen wurden wir um 7.30 Uhr von einem Fahrer und dem"Traveler- Chief" abgeholt, grosse Verabschiedung und direkt zum Flughafen. Nach einem angenehmen Nachtflug kamen wir wohlerhalten mit vielen, vielen Erlebnissen im Gepäck in München an. Der Schlüsseldienst kam um 3.00 Uhr morgens und öffnete uns die Tür. Habe bei Inge übernachtet und am Mittag den Anschlussflug nach Frankfurt angetreten.

War eine Traumreise!!!!


Wenn Euch diese Reise mit mir durch Nordindien gefallen hat,könnt ihr Euch freuen mit mir den Süden in diesem Jahr kennenzulernen. Werde im Dezember wieder mit dem Rucksack unterwegs sein.
GANZ BESONDEREN DANK AN MEINEN SOHN, DER MIR IN DEN TECHNISCHEN DINGEN EINE GROSSE HILFE WAR. THANKS

9.01.2007 - Dienstag, 26. Tag Fahrt zurück nach Delhi

Ankunft später Nachmittag im Hotel Relax (mitten in einem Basar)



Haben in Delhi eine Unterkunft etwas luxoriöser als bisher, mit einem kleinen elektr. Heizofen ausgestattet und einem nach europäischen Verhältnissen angepassten Badezimmer gefunden, das in Delhi nicht gerade leicht zu finden ist. Endlich hatten wir Zeit, unsere Körperpflege zu fröhnen, doch zuvor wollten wir uns noch ein Bier besorgen und das erwiess sich als eine richtigeOdyssee. Nach langem hin und her fanden wir einen älteren Inder mit einer Fahrrad-Rikscha und feilschten um den Preis.




Nach vielen, vielen Irrwegen und das in einer Millionenstadt mit sehr belebten Strassen machten wir unserem Fahrer verständlich( da er keinen Liquershop gefunden hatte), dass er anhalten sollte und wir wechselten zu einem Jüngeren, doch das war das gleiche Unterfangen. Wir gaben auf und liessen uns zum Hotel zurück bringen. Unser Fahrer machte Probleme beim bezahlen(wollte das Doppelte als ausgemacht war)und folgte uns in das Hotel, doch der Portier katapultierte ihn schnell an die frische Luft!
Doch das "Gute liegt so nah" fanden wir direkt neben unserem Hotel eine Pinte und bekamen über die Hintertür(da Alkohol nur in Liquershops verkauft werden darf) doch noch unser Bier.
Es war ein spannender, interressanter, letzter Abend in Indien und "go shopping" konnten wir auch noch erledigen.
Inge hatte eine unruhige Nacht wegen ihres Wohnungsschlüssels.

8.01.2007 - Montag, 25. Tag Mandawa

Erläuterung zu dem Begriff "Haveli" - die Paläste der Kaufleute.

Das Wort Haveli, eine Bezeichnung für die manchmal wie kleine Paläste wirkende Häuser rajasthanischer Kaufleute, stammt aus dem persischen Sprachraum und bedeutet soviel wie"umschlossener Platz".Die meistens zwei Innenhöfen, können auch vier sein und bis zu sechs Stockwerke hoch, dienten zur Lagerung und Schutz der wertvollen Waren, als auch die Abschottung des Wohnbereichs vor Hitze und Staub der Wüste, sowie Repräsentation.Die Wände sind aussen und innen reich mit Fresken geschmückt.





Unser Tagesausflug führte uns als erstes nach Dundloh, einem kleinen Ort mit einem um 1737 erbauten Fort, welches Mitte des 19.Jh. in ein voll restauriertes Schlosshotel umgewandelt wurde. Schmuckstück ist der "Diwan-khana" mit einer der wertvollsten Bibliotheken zur Kunst und Kultur Rajasthan.
Ausserdem gab es noch einige interressante Havelis.




Nawalgarh ist eine kleine Stadt gegründet um 1737 und weist über 100 Havelis auf. Viele der in den Gründerjahren errichteten Bauten wie das Fort, der Gopinanth-Tempel und die Stadtmauern haben sich bis heute in erstaunlich gutem Zustand erhalten.



Das "Bala Qila Fort"beherbergt heute eine Filiale der Bank of Baroda und sein Innenhof dient als lokaler Marktplatz.

Unser Abendessen nahmen wir im "Heritage Mandawa" ein(lt. Know-How) hier können schmackhafte Mahlzeiten zu allerdings überhöhten Preisen eingenommen werden....wir waren die einzigen Gäste.
Zurück im Hotel machten wir uns endgültig ans Taschen packen und Inge vermisste ihren Wohnungsschlüssel - was für eine Aufregung ! Blieb unauffindbar.
Die Nacht war wieder sehr kalt, trotz zusätzlicher Decken.

7. 01.2007 - Sonntag. 24. Tag Mandawa

Abfahrt 8.00 Uhr, nach einer 5- stündigen Fahrt mit interessanten Unterbrechungen,
einfache ,aber nette und faszinierende Menschen, Havelis usw.....

Mittlerweile sind wir in dem Bundesstaat "Shekhawati" - der Wüstenrandzone zwischen
Delhi ,Bikaner und Jaisalmer. In manchen Orten dieser Rgion scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.



Wir begaben uns wieder auf Hotelsuche.7 Haben uns zuerst das Castle Mandawa angesehen, ein mittelalterlicher Traum, doch dem heutigen Standard angepasst - entsprach leider nicht unserem Budget ! 3.300Rs.=66.-€
Nach langen Überlegungen und der Besichtigung des Mandawa Haveli, ein sehr geschmackvoll eingerichtetes, 180 Jahre altes Kaufmannshaus, haben wir uns dann für das
Hotel Shekhawati entschieden, das mit wunderschönen Wandmalereien und einer schönen Dachterrasse ausgestattet war.




Nach einem verspäteten Mittagessen auf dem Dach, erkundeten wir den kleinen, schmucken Ort.
Den Abend verbrachten wir auf der Dachterasse, um ein wärmendes Feuer und machten die Bekanntschaft eines deutschen Pärchen, die erst am Anfang ihrer Reise war, gaben ihnen
viele wertvolle Tipps für ihre weitere Tour mit auf den Weg. Die Nacht war so kalt, dass wir um weitere Wolldecken fragten.

6.01.2007 - Samstag, 23. Tag Bikaner

Heute liessen wir es etwas ruhiger angehen, um 9.30 Uhr bestellten wir unseren Fahrer und er brachte uns zu dem Jain- Tempel. Etwas ungewöhnlich - denn hier konnte der Turm bestiegen werden. Wie immer durften wir nur barfuss hinein, aber keine Socken mehr hatten, verzichteten wir darauf und gingen in unmittelbarer Nähe in einen kleinen unscheinbaren Tempel, opferten ein paar Rupies, sehr zum Gefallen der Frauen, welche uns keine Sekunden aus den Augen liessen.

Nach einem Bummel durch die Altstadt beendeten wir den Abend mit einem fürstlichen Essen in einem Deluxe Hotel. Es gab südindisch und chinesische Küche.
Das Ambiente war sehr schön!

Samstag, 12. Januar 2008

5.01.2007 - Freitag, 22. Tag Bikaner

Unser Fahrer hatte wohl für sich kein Quartier gefunden und nächtigte im Auto. Als wir los fuhren(ca.9.00 Uhr) war eine schlechte Luft im Car und Inge machte diesbezüglich eine Bemerkung und fortan hüllte sich unser Fahrer in eisiges Schweigen.

Besichtigung des "Junagarh Fort" - mag Bikaner auch nicht zu den schönsten Städten Rajasthan gehören, doch der Stadtpalast ist zweifelsohne einer der schönsten überhaupt. Zwei besondere Merkmale unterscheiden das Fort von den meisten anderen Palästen, denn es liegt weder erhöht, noch war die Anlage Ausgangspunkt für die sich daran ansiedelnde Stadt, denn sie wurde erst über 100 Jahre nach der Stadtgründung erbaut.



Man betritt die von einem Wassergraben und einer 986m hohen und bis zu 9m breiten Mauer umgebene Palastanlage durch das von zwei riesigen Elefanten flankierte "Suraj Pol". An den nächsten beiden Toren finden sich ähnlich wie im Meherangarh Fort in Jodpur die Handabdrücke der Frauen, die ihren fürstlichen Ehemännern nach deren Ableben auf dem Scheiterhaufen mehr oder weniger freiwillig folgten und so zu Satis wurden.
Durch eine kleine Unterführung betritt man den Eingangshof zum Palast. Im nun folgenden Gewirr der unzähligen Empfangsräume, Höfe, Hallen, Schlafgemächer, Dachterrassen und Tempeln wäre der Besucher hoffnungslos verloren und so wird man von gut ausgebildeten Führern durch die Palastanlage begleidet.



Begonnen wurde mit dem Bau ende des 16. Jh. unter Raja Singh, der zu einem der mächtigsten Heerführer Akhbars zählte. Er und seine Nachfolger, die als letzte treue Vasallen auf Seiten des letzten , verhassten die Mongul-Herrschers Aurangzeb standen, steckten ihr in Kriegszügen angesammeltes Vermögen in den weiteren Ausbau des Palastes.
Interressant auch der Hauptpalast - Hari Mantir, in dem die fürstlichen Hochzeiten und Geburten zelebriert wurden.

Karni-Mata-Tempel - Rattentempel in Deshnok

Einer der bizarrsten Tempel Nordindiens findet sich an der Strasse nach Jodpur, 36km südwestlich von Bikaner.



Abscheu und Neugierde zugleich sind wohl -zumindest für Touristen- die beherrschenden Gefühle beim Gang durch die sehr schöne silberbeschlagene Eingangstür. Ein ekelerregender Gestank und tausendfaches Gequieke beherrschen das Innere des einer Inkarnation der Göttin Druga geweihten Tempels. Hervorgerufen wird diese wenig einladende Atmosphäre von Tausenden von Ratten und Mäusen, die im Tempelkomplex verehrt und gefüttert werden. Als besonders glücksverheissend gilt der Anblick der äusserst seltenen weissen Ratten, doch haben wir leider keine gesehen.




Natürlich muss man wie in jedem Tempel barfuss gehen- doch wir hatten immer Socken bei uns, da es Steinfussböden oder aus Marmor waren und diese sind sehr kalt.
Allerdings haben wir nach diesem Tempelbesuch unsere Socken entsorgt.

Früher Nachmittag zurück zum Hotel - direkt dahinter liegt der Lalgarh-Palast, ist heute in drei Bereiche unterteilt: Privaträume des Maharajas, Luxushotel und ein Museum. Stammt aus den Jahren 1902 - 1926 und das äussere Erscheinungsbild, Bauzeit, Ambiente und heutiger
Verwendungszweck erinnert stark an den "Umaid Bhawan in Jodpur.



Natürlich konnten wir uns in diesem Palast keinen Cafe genehmigen, dafür fanden wir gegenüber ein schönes Cafe mit Garten und genossen noch die warmen Sonnenstrahlen umgeben von exotischen Pflanzen.

Anschliessend fuhren wir zu der 10km nördlich gelegene Kamelaufzucht Farm. Die staatliche Farm ist die einzige ihrer Art in ganz Asien und führt die Tradition des legendären Kamelkorps
Ganga Rissala fort, mit dem Maharaja Ganga Singh im 1. Weltkrieg an der Seite der Engländer gegen die Türken kämpfte.
Auch heute noch werden die Kamele für die Border der Security Force gezüchtet, doch vornehmlich kommen die Wüstentiere bei Paraden und Filmaufnahmen in Einsatz.



Unser Abendessen nahmen wir diesmal ganz traditionell in der Nähe unseres Hotels an einigen Garküchen ein. Pakora= gebackene Teigtaschen mit scharfer Gemüsefüllung und Samosa= frittierte Teigtaschen mit Kartoffel /Gewürzmischung, natürlich fehlte das gute indische Bier nicht!

4.01.2007 - Donnerstag, 21.Tag Bikaner

Abfahrt 8.00 Uhr - Ankunft 14.00 Uhr

Hotel Sagar an der Zufahrt zum Lalgarh Palace gelegen - der chef bemühte sich ganz besonders um uns !!! Inge hatte es ihm angetan.
Nun machten wir einen Stadtbummel und waren die Sensation.



Man betrachtete uns, als wären wir vom Mars gekommen, weit und breit keine Touris und schon überhaupt keine weiblichen. War schon ein eigenartiges Gefühl!
In den engen Gassen herrschte reger Betrieb, ein grosser Obst - und Gemüsemarkt zieht sich über mehrere Strassen.




Interessant wird es , wenn ein Zug mitten durch die Stadt fährt. Vom Lärm mal abgesehen, die Schranken gehen über die (wahrscheinlich einzige) Hauptstrasse und das dauert, bis dann gemächlich der Zug mit lautem Getöse durchfährt. Hupen ist in Indien ein Volkssport, doch hier, direkt an der Wüste haben die Kamele die Oberhand.

Abendessen hatten wir im Hotel eingenommen, war nicht umwerfend und da Bikaner die nördlichste Stadt Rajasthans ist, war es am Abend und am Morgen empfindlich kalt. Hier ist es auch üblich, in den Innenhöfen und auf den Dachterrassen um ein kleines Feuer (in einem Blechnapf) zu sitzen.